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Informationen aus Wissenschaft und Praxis |

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- Personalwirtschaftslehre Theorieverständis,
Praxisbezug, Gestaltungsfunktion
7. Personalworkshop in Bielefeld
- Vom 10. bis 12. November 1999 fand unter Leitung von Prof. Dr.
Fred G. Becker, Universität Bielefeld, der 7. Personalworkshop zum Thema
"Personalwirtschaftslehre: Theorieverständnis, Praxisbezug,
Gestaltungsfunktion" statt. Seit 1991 veranstaltet Prof. Becker in seiner Eigenschaft
als Nachwuchsobmann der wissenschaftlichen Kommission "Personalwesen" des
Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V. regelmäßig den
"Personalworkshop". Diese Tagung bietet HabilitandInnen und Jung-ProfessorInnen
der Personalwirtschaftslehre ein Forum zur Diskussion, zur Qualifizierung und zum
Kennenlernen. Ein fachbezogenes Rahmenthema wird durch Referate und intensive Diskussionen
erarbeitet. Regelmäßig ergänzen Vorträge zu berufsbezogenen Fragestellungen sowie auch
die Vorstellung laufender Habilitationsprojekte das Rahmenthema.
Das Rahmenthema des diesjährigen Workshops war die Frage nach dem Bezug des Faches
Personalwirtschaftslehre, insbesondere einer theoretischen Beschäftigung damit, zur
betrieblichen Praxis. Es war beabsichtigt, einen Meinungsaustausch über die
Gestaltungsfunktion personalwirtschaftlicher Forschung und Lehre herbeizuführen sowie
auch die Schwierigkeiten eines Forschungstransfers auszuloten.
Zu diesem Themenkomplex wurden Vorträge gehalten, die sich mit den Fragen, ob die Theorie
der Praxis voraus ist bzw. sein kann, einer organisationstheoretischen Analyse des
Zusammenhangs von Theorie und Praxis sowie der Funktion von Werturteilen in der
Personalwirtschaftslehre befassten. Gewissermaßen als "Etablierter" des Faches
referierte Prof. Dr. Wolfgang Weber, Universität Paderborn. Er thematisierte dabei die
"(noch) nicht vorhandene theoretische Heimat" des Faches und skizzierte einen
pragmatischen Umgang mit diesem Problem der noch jungen Disziplin. Neben raum-zeitlich
begrenzter Hypothesenbildung steht für ihn dabei auch die Modellierung aus der Sicht
unterschiedlicher organisationstheoretischer Ansätze im Vordergrund.
Ergänzt wurden die Fachvorträge durch die Präsentation und Diskussion von vier
Habilitationsprojekten zu den Themen Konfigurationen junger Unternehmungen,
Ressourcensteuerung und Personalmanagement, Informationsasymmetrie und betriebliche
Mitbestimmung sowie Messung von Wissen. Ein halber Tag wurde dem Thema "Publizieren
in internationalen Managementzeitschriften" gewidmet. Anhand von Beispielen
veranschaulichte Dr. Michael Müller-Camen, Universität Innsbruck, die wesentlichen
Unterschiede zwischen den Anforderungen sowie dem Reviewverfahren englischsprachiger
gegenüber deutschsprachigen wissenschaftlichen Zeitschriften.
Auch im Jahr 2000 wird wiederum ein Personalworkshop stattfinden und zwar zum Rahmenthema
"Empirische Personalforschung". Insbesondere methodische Fragestellungen sowie
Ursachen der im internationalen Vergleich eher geringen empirischen Fundierung
deutschsprachiger personalwirtschaftlicher Forschungspraxis sollen dabei im Vordergrund
stehen.
Berichterstatter:
- Dr. Michael J. Fallgatter, Fakultät für
Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl für Organisation, Personal und
Unternehmungsführung, Universität Bielefeld, Postfach 10 01 31, 33501 Bielefeld
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